Giulia
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06/09/2026 02:31
02:58:00 Uhr 042147 Schwarzfelsen Insel
Nach langer Beratung fiel die Entscheidung, einen benachbarten mit verteidigungsanlagen gespickten Plani anzugreifen.
Die ersten Scans waren vielversprechend und regten zur Diskussion an: angreifen oder nicht?
Auch die Phalanx zeigte keinerlei auffälliges.
Vor uns lag eine gewaltige planetare Verteidigungsstellung und eine Flotte dessen Trümmer wir wollten.
Mehr als eine Million Raketenwerfer.
Hunderttausende leichte und schwere Geschütze.
Plasmawerfer, Gaußkanonen, Ionengeschütze.
Dazu eine nicht unerhebliche Flotte.
Ein Planet, der nicht darum gebaut worden war, überfallen zu werden.
Wir beschlossen trotzdem anzugreifen.
Das Überraschungsmoment sollte unser stärkster Verbündeter sein.
Die Schiffe wurden startklar gemacht.
Hunderttausende Kampfschiffe lösten sich aus den Docks. Kreuzer, Schlachtschiffe, Schlachtkreuzer, Bomber, Zerstörer und schwere Jäger formierten sich zu einer Streitmacht, wie sie unser Imperium nur selten gemeinsam ins Feld geführt hatte.
Wir vertrauten auf unsere Strategie.
Die Crew war ruhig und fokussiert.
Doch selbst auf der Brücke war die Anspannung deutlich
Unsere Feinde sollten erfahren, wie stark unsere Schiffe geworden waren.
Der erste Feuerwechsel ließ den Himmel über dem Zielplaneten aufglühen.
Millionen Schüsse zerrissen die Dunkelheit.
Unsere Flotte schlug mit erbarmungsloser Gewalt durch die planetare Verteidigung. Ganze Reihen von Raketenwerfern verschwanden innerhalb weniger Augenblicke. Laserstellungen wurden aus ihren Fundamenten gerissen, Gaußkanonen verstummten und Plasmawerfer gingen in grellen Explosionen unter.
Die verteidigende Flotte versuchte gegenzuhalten.
Vergeblich.
Feuer und Flammen fraßen sich über die Oberfläche.
Orbitale Verteidigungsanlagen zerbarsten. Städte verschwanden unter Rauch und Trümmern. Der Himmel des Planeten war für Stunden von brennenden Wrackteilen erleuchtet. Es war ein Gemetzel… das Ausmaß der Zerstöung konnten wir erst bei Tagesanbruch sehen. Feuer überall… diese Bilder werden mich ewig verfolgen. Der Himmel hat gebrannt… Von der Zivilisation nur noch eine Ahnung über.
Als die letzten Geschütze verstummten, hatte der Verteidiger Verluste von mehr als elf Milliarden Einheiten erlitten.
Zurück blieb ein Trümmerfeld von beinahe unvorstellbarem Ausmaß.
Metall.
Kristall.
Deuterium.
Milliarden an Rohstoffen, verteilt über den Orbit.
Unsere Recycler machten sich sofort an die Arbeit.
Langsam.
Sehr langsam.
Während die Hauptflotte bereits den Rückweg antrat, krochen die Recycler noch durch das glühende Trümmerfeld und sammelten Stück für Stück die Überreste der Schlacht ein. Wie überdimensionierte Staubsauger sammelten sie dieTrümmer ein.
Mehr als zwei Milliarden Rohstoffe wurden geborgen.
Auf dem Heimweg kamen uns die ersten Recyclerverbände entgegen.
Die Stimmung an Bord war ausgelassen.
Vielleicht etwas zu ausgelassen.
Die Crew feierte ihren Sieg, obwohl jeder wusste, dass dieser Krieg uns teuer zu stehen gekommen war.
Unsere eigenen Verluste waren gewaltig. Betretenes Schweigen herrschte auf der Brücke. War es all das Wert? Die Jungen auf die Schlachtbank zu führen? Jetzt war keine Zeit für sentamilität. Es galt die Flotte zurück zu leiten in den sicheren Hafen.
Doch für einige Besatzungsmitglieder war dies offenbar kein Grund, sich zurückzuhalten.
Eine Gruppe begann, große Mengen Kaktussaft zu trinken und Kartenspiele um Ersatzteile und Deuteriumrationen zu veranstalten.
Eine andere Gruppe hielt es für eine ausgezeichnete Idee, Heliumvorräte in das zentrale Belüftungssystem des Flaggschiffes einzuspeisen. um die Moral der Truppen zu stärken…
Wenig später sprach die gesamte Brückenbesatzung mit auffällig hoher Stimme.
Die Flottenmeisterin war nicht amüsiert.
Der Quartiermeister noch weniger.
Die Verantwortlichen wurden identifiziert.
Ihre Strafe stand schnell fest.
Sie sollten auf einen Planeten mit Säureminen versetzt werden.
Dort würden sie genug Zeit haben, über den sachgemäßen Umgang mit Heliumvorräten nachzudenken.
Die Flotte kehrte heim.
Die Verluste waren hoch.
Doch der Feind war geschlagen. Viele der Unseren hatten für diesen Sieg geblutet und haben den höchsten Preis gezahlt…. Aber wofür? Die Schreie der Kameraden vor dem sichereren Tod hielten mich Nacht für Nacht wach… Jedoch verlangt der Blutgott immer wieder nach neuen Opfergaben.
Und jeder an Bord wusste:
Dies war kein gewöhnlicher Überfall gewesen. Dies war eine zweifelhafte Ehre…
Dies war eine Schlacht, an die man sich erinnern würde, auch wenn sie verlustreich war.
Auszug aus dem Logbuch 4:214:7 der Flottenmeisterin Dione, Seite 464 ff.
„Die letzte Wächterin – Chroniken des großen Krieges“
Verwahrt in den Hallen des Lichtes der großen Bibliothek auf Savage Starlight.
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Nach langer Beratung fiel die Entscheidung, einen benachbarten mit verteidigungsanlagen gespickten Plani anzugreifen.
Die ersten Scans waren vielversprechend und regten zur Diskussion an: angreifen oder nicht?
Auch die Phalanx zeigte keinerlei auffälliges.
Vor uns lag eine gewaltige planetare Verteidigungsstellung und eine Flotte dessen Trümmer wir wollten.
Mehr als eine Million Raketenwerfer.
Hunderttausende leichte und schwere Geschütze.
Plasmawerfer, Gaußkanonen, Ionengeschütze.
Dazu eine nicht unerhebliche Flotte.
Ein Planet, der nicht darum gebaut worden war, überfallen zu werden.
Wir beschlossen trotzdem anzugreifen.
Das Überraschungsmoment sollte unser stärkster Verbündeter sein.
Die Schiffe wurden startklar gemacht.
Hunderttausende Kampfschiffe lösten sich aus den Docks. Kreuzer, Schlachtschiffe, Schlachtkreuzer, Bomber, Zerstörer und schwere Jäger formierten sich zu einer Streitmacht, wie sie unser Imperium nur selten gemeinsam ins Feld geführt hatte.
Wir vertrauten auf unsere Strategie.
Die Crew war ruhig und fokussiert.
Doch selbst auf der Brücke war die Anspannung deutlich
Unsere Feinde sollten erfahren, wie stark unsere Schiffe geworden waren.
Der erste Feuerwechsel ließ den Himmel über dem Zielplaneten aufglühen.
Millionen Schüsse zerrissen die Dunkelheit.
Unsere Flotte schlug mit erbarmungsloser Gewalt durch die planetare Verteidigung. Ganze Reihen von Raketenwerfern verschwanden innerhalb weniger Augenblicke. Laserstellungen wurden aus ihren Fundamenten gerissen, Gaußkanonen verstummten und Plasmawerfer gingen in grellen Explosionen unter.
Die verteidigende Flotte versuchte gegenzuhalten.
Vergeblich.
Feuer und Flammen fraßen sich über die Oberfläche.
Orbitale Verteidigungsanlagen zerbarsten. Städte verschwanden unter Rauch und Trümmern. Der Himmel des Planeten war für Stunden von brennenden Wrackteilen erleuchtet. Es war ein Gemetzel… das Ausmaß der Zerstöung konnten wir erst bei Tagesanbruch sehen. Feuer überall… diese Bilder werden mich ewig verfolgen. Der Himmel hat gebrannt… Von der Zivilisation nur noch eine Ahnung über.
Als die letzten Geschütze verstummten, hatte der Verteidiger Verluste von mehr als elf Milliarden Einheiten erlitten.
Zurück blieb ein Trümmerfeld von beinahe unvorstellbarem Ausmaß.
Metall.
Kristall.
Deuterium.
Milliarden an Rohstoffen, verteilt über den Orbit.
Unsere Recycler machten sich sofort an die Arbeit.
Langsam.
Sehr langsam.
Während die Hauptflotte bereits den Rückweg antrat, krochen die Recycler noch durch das glühende Trümmerfeld und sammelten Stück für Stück die Überreste der Schlacht ein. Wie überdimensionierte Staubsauger sammelten sie dieTrümmer ein.
Mehr als zwei Milliarden Rohstoffe wurden geborgen.
Auf dem Heimweg kamen uns die ersten Recyclerverbände entgegen.
Die Stimmung an Bord war ausgelassen.
Vielleicht etwas zu ausgelassen.
Die Crew feierte ihren Sieg, obwohl jeder wusste, dass dieser Krieg uns teuer zu stehen gekommen war.
Unsere eigenen Verluste waren gewaltig. Betretenes Schweigen herrschte auf der Brücke. War es all das Wert? Die Jungen auf die Schlachtbank zu führen? Jetzt war keine Zeit für sentamilität. Es galt die Flotte zurück zu leiten in den sicheren Hafen.
Doch für einige Besatzungsmitglieder war dies offenbar kein Grund, sich zurückzuhalten.
Eine Gruppe begann, große Mengen Kaktussaft zu trinken und Kartenspiele um Ersatzteile und Deuteriumrationen zu veranstalten.
Eine andere Gruppe hielt es für eine ausgezeichnete Idee, Heliumvorräte in das zentrale Belüftungssystem des Flaggschiffes einzuspeisen. um die Moral der Truppen zu stärken…
Wenig später sprach die gesamte Brückenbesatzung mit auffällig hoher Stimme.
Die Flottenmeisterin war nicht amüsiert.
Der Quartiermeister noch weniger.
Die Verantwortlichen wurden identifiziert.
Ihre Strafe stand schnell fest.
Sie sollten auf einen Planeten mit Säureminen versetzt werden.
Dort würden sie genug Zeit haben, über den sachgemäßen Umgang mit Heliumvorräten nachzudenken.
Die Flotte kehrte heim.
Die Verluste waren hoch.
Doch der Feind war geschlagen. Viele der Unseren hatten für diesen Sieg geblutet und haben den höchsten Preis gezahlt…. Aber wofür? Die Schreie der Kameraden vor dem sichereren Tod hielten mich Nacht für Nacht wach… Jedoch verlangt der Blutgott immer wieder nach neuen Opfergaben.
Und jeder an Bord wusste:
Dies war kein gewöhnlicher Überfall gewesen. Dies war eine zweifelhafte Ehre…
Dies war eine Schlacht, an die man sich erinnern würde, auch wenn sie verlustreich war.
Auszug aus dem Logbuch 4:214:7 der Flottenmeisterin Dione, Seite 464 ff.
„Die letzte Wächterin – Chroniken des großen Krieges“
Verwahrt in den Hallen des Lichtes der großen Bibliothek auf Savage Starlight.