Kapitel XXV â Das Date mit dem Bett
Nach lÀngerer Beobachtung war irgendwann klar:
Heute muss es geschehen.
Nicht morgen.
Nicht irgendwann.
Heute.
Der entscheidende Vorteil:
Auf der Arbeit war ausnahmsweise etwas weniger los.
Also war im Notfall sogar Zeit vorhanden, um eine kleine Rechnung aufzustellen.
Man muss schlieĂlich PrioritĂ€ten setzen.
---
##

Die wichtigste Beobachtung
Wie bei jeder vernĂŒnftigen Operation wurde zunĂ€chst eine entscheidende Frage geklĂ€rt:
Wann hat der gute Mann sein Date mit dem Bett?
Die Antwort kam nach ausreichender Beobachtung.
Und wie erwartet:
Immer zur selben Zeit.
Ein Termin mit bemerkenswerter ZuverlÀssigkeit.
Das Bett konnte auf seine PĂŒnktlichkeit zĂ€hlen.
Ich hingegen hatte andere PlÀne.
---
##

Die Vorbereitung
Die Kolonie wurde genau auf seine Offline-Zeit abgestimmt.
Keine Hektik.
Kein unnötiges Risiko.
Einfach warten, bis der Termin mit dem Bett ansteht.
Und dann war es soweit.
Die Uhr passte.
Die AktivitÀt verschwand.
Zeit fĂŒr die RIPs.
---
##

Zwei Monde
Beide Monde mussten weichen.
Denn ich vermutete einen Statio-Save.
Eine kleine Hoffnung auf einen TF-Save blieb natĂŒrlich trotzdem.
Man darf ja trÀumen.
Also wurde nicht einfach blind drauflos gerippt.
Der Plan war etwas eleganter:
Mond Nummer eins wurde angetimt.
Mond Nummer zwei folgte fĂŒnf Minuten spĂ€ter.
Falls hinter dem ersten Mond tatsÀchlich ein TF-Save steckte,
wĂŒrde sich damit vielleicht etwas zeigen.
Und wenn nicht?
Dann musste der zweite Mond ja auch nicht völlig grundlos weiter existieren.
Effizienz.
---
##

Der erste Schock
Dann kam der Moment.
Der erste Mond fiel.
Und was dahinter zum Vorschein kam, war...
**Statio.**
Ich dachte zunÀchst:
âMoment.â
Noch einmal hinschauen.
Ja.
Statio.
Kein TF-Save.
Keine Ăberraschung.
Bis auf die Tatsache, dass es eine Ăberraschung war.
---
##

Und dann kam der Split
Ich schaute auf die Flotte.
Und dachte, ich sehe nicht richtig.
**FĂŒnffach-Split.**
FĂŒnf.
Teile.
Kurz fror die Mimik ein.
Man kennt diesen Moment:
Der Kopf arbeitet noch.
Das Gesicht hat bereits Feierabend.
---
##

Die neue Aufgabe
Gut.
Plan B.
Oder eher:
Plan A, B, C, D und E gleichzeitig.
Die Flotten waren sauber angetimet.
Jetzt hieĂ es hoffen.
Und immer wieder ging der Blick auf den HP.
Kommt er online?
Muss ich rechnen?
Kann ich reagieren?
Wie viel bekomme ich?
Und vor allem:
**Wie soll man bei fĂŒnf Splits eigentlich alles vernĂŒnftig re-rechnen?**
Bei einem Split kann man noch halbwegs entspannt bleiben.
Bei fĂŒnf wird aus Mathematik langsam eine CharakterprĂŒfung.
---
##

Die letzten Minuten
Also:
HP checken.
Timer checken.
AktivitÀt checken.
Wieder HP.
Wieder Timer.
Wieder AktivitÀt.
Man entwickelt in solchen Momenten eine ganz besondere Beziehung zum Refresh-Button.
Er wird zum besten Freund.
Und gleichzeitig zum gröĂten Feind.
Denn jeder Refresh könnte die Antwort bringen,
die man gerade nicht sehen möchte.
---
##

Der entscheidende Moment
Und dann kam er.
Der Moment, auf den man die ganze Zeit gewartet hatte.
Die Flotte flog.
Durch.
**Fleet weg.**
Und auf der anderen Seite?
Keine AktivitÀt.
Kein Login.
Nichts.
Ich vermute, das Date mit dem Bett war noch nicht beendet.
GlĂŒck fĂŒr mich.
Manchmal ist perfektes Timing eben nicht nur eine Frage der Flugzeit.
Manchmal muss man einfach hoffen,
dass jemand seinen Termin mit dem Bett etwas ernster nimmt als seinen Account.
---
##

Die Chronik vermerkt
Die Planung war sauber.
Die Offline-Zeit war bekannt.
Die Kolonie war passend gesetzt.
Zwei Monde sollten fallen.
Ein TF-Save war möglich.
Statio wurde vermutet.
Dann:
Statio.
FĂŒnffach-Split.
Kurzer Gesichtsausfall.
Danach:
Fleet weg.
Und der Gegner vermutlich noch gemĂŒtlich im Bett.
---
## Schlussnotiz
Manchmal lÀuft ein Angriff genau so, wie man ihn geplant hat.
Und manchmal zeigt einem das Universum einfach fĂŒnf verschiedene Flotten und sagt:
**âHier, viel SpaĂ beim Rechnen.â**
Also blieb nur:
Angetimet war alles.
Die Hoffnung war da.
Der HP wurde hÀufiger besucht als der eigene Posteingang.
Und am Ende war das Wichtigste:
Die Flotte war weg.
Der Gegner offline.
Und das Bett hatte an diesem Tag offenbar
einen verdammt guten Job gemacht.
GlĂŒck fĂŒr mich.
Commentaire principal
Nach lÀngerer Beobachtung war irgendwann klar:
Heute muss es geschehen.
Nicht morgen.
Nicht irgendwann.
Heute.
Der entscheidende Vorteil:
Auf der Arbeit war ausnahmsweise etwas weniger los.
Also war im Notfall sogar Zeit vorhanden, um eine kleine Rechnung aufzustellen.
Man muss schlieĂlich PrioritĂ€ten setzen.
---
##
Wie bei jeder vernĂŒnftigen Operation wurde zunĂ€chst eine entscheidende Frage geklĂ€rt:
Wann hat der gute Mann sein Date mit dem Bett?
Die Antwort kam nach ausreichender Beobachtung.
Und wie erwartet:
Immer zur selben Zeit.
Ein Termin mit bemerkenswerter ZuverlÀssigkeit.
Das Bett konnte auf seine PĂŒnktlichkeit zĂ€hlen.
Ich hingegen hatte andere PlÀne.
---
##
Die Kolonie wurde genau auf seine Offline-Zeit abgestimmt.
Keine Hektik.
Kein unnötiges Risiko.
Einfach warten, bis der Termin mit dem Bett ansteht.
Und dann war es soweit.
Die Uhr passte.
Die AktivitÀt verschwand.
Zeit fĂŒr die RIPs.
---
##
Beide Monde mussten weichen.
Denn ich vermutete einen Statio-Save.
Eine kleine Hoffnung auf einen TF-Save blieb natĂŒrlich trotzdem.
Man darf ja trÀumen.
Also wurde nicht einfach blind drauflos gerippt.
Der Plan war etwas eleganter:
Mond Nummer eins wurde angetimt.
Mond Nummer zwei folgte fĂŒnf Minuten spĂ€ter.
Falls hinter dem ersten Mond tatsÀchlich ein TF-Save steckte,
wĂŒrde sich damit vielleicht etwas zeigen.
Und wenn nicht?
Dann musste der zweite Mond ja auch nicht völlig grundlos weiter existieren.
Effizienz.
---
##
Dann kam der Moment.
Der erste Mond fiel.
Und was dahinter zum Vorschein kam, war...
**Statio.**
Ich dachte zunÀchst:
âMoment.â
Noch einmal hinschauen.
Ja.
Statio.
Kein TF-Save.
Keine Ăberraschung.
Bis auf die Tatsache, dass es eine Ăberraschung war.
---
##
Ich schaute auf die Flotte.
Und dachte, ich sehe nicht richtig.
**FĂŒnffach-Split.**
FĂŒnf.
Teile.
Kurz fror die Mimik ein.
Man kennt diesen Moment:
Der Kopf arbeitet noch.
Das Gesicht hat bereits Feierabend.
---
##
Gut.
Plan B.
Oder eher:
Plan A, B, C, D und E gleichzeitig.
Die Flotten waren sauber angetimet.
Jetzt hieĂ es hoffen.
Und immer wieder ging der Blick auf den HP.
Kommt er online?
Muss ich rechnen?
Kann ich reagieren?
Wie viel bekomme ich?
Und vor allem:
**Wie soll man bei fĂŒnf Splits eigentlich alles vernĂŒnftig re-rechnen?**
Bei einem Split kann man noch halbwegs entspannt bleiben.
Bei fĂŒnf wird aus Mathematik langsam eine CharakterprĂŒfung.
---
##
Also:
HP checken.
Timer checken.
AktivitÀt checken.
Wieder HP.
Wieder Timer.
Wieder AktivitÀt.
Man entwickelt in solchen Momenten eine ganz besondere Beziehung zum Refresh-Button.
Er wird zum besten Freund.
Und gleichzeitig zum gröĂten Feind.
Denn jeder Refresh könnte die Antwort bringen,
die man gerade nicht sehen möchte.
---
##
Und dann kam er.
Der Moment, auf den man die ganze Zeit gewartet hatte.
Die Flotte flog.
Durch.
**Fleet weg.**
Und auf der anderen Seite?
Keine AktivitÀt.
Kein Login.
Nichts.
Ich vermute, das Date mit dem Bett war noch nicht beendet.
GlĂŒck fĂŒr mich.
Manchmal ist perfektes Timing eben nicht nur eine Frage der Flugzeit.
Manchmal muss man einfach hoffen,
dass jemand seinen Termin mit dem Bett etwas ernster nimmt als seinen Account.
---
##
Die Planung war sauber.
Die Offline-Zeit war bekannt.
Die Kolonie war passend gesetzt.
Zwei Monde sollten fallen.
Ein TF-Save war möglich.
Statio wurde vermutet.
Dann:
Statio.
FĂŒnffach-Split.
Kurzer Gesichtsausfall.
Danach:
Fleet weg.
Und der Gegner vermutlich noch gemĂŒtlich im Bett.
---
## Schlussnotiz
Manchmal lÀuft ein Angriff genau so, wie man ihn geplant hat.
Und manchmal zeigt einem das Universum einfach fĂŒnf verschiedene Flotten und sagt:
**âHier, viel SpaĂ beim Rechnen.â**
Also blieb nur:
Angetimet war alles.
Die Hoffnung war da.
Der HP wurde hÀufiger besucht als der eigene Posteingang.
Und am Ende war das Wichtigste:
Die Flotte war weg.
Der Gegner offline.
Und das Bett hatte an diesem Tag offenbar
einen verdammt guten Job gemacht.
GlĂŒck fĂŒr mich.