Die RIP-Brüder, die berüchtigte Sondereinheit des Forschungsunternehmens „Die Forscher“, wurden aus dem Feierabend gerissen.
Der Grund: Ein weiterer Spieler hatte beschlossen, dass „Spenden“ wohl nur ein gut gemeinter Vorschlag seien.
Diese Einheit, auch bekannt als das interstellare Finanzamt, erinnert spendenunwillige Spieler zuverlässig daran, dass offene Beiträge nicht einfach verjähren.
Statt Mahnungen gibt es bei uns Mondzerstörungen, und statt Ratenzahlungen folgt die sofortige Flottenpfändung.
Effizient, nachhaltig, explosionsreich.
Dieses Mal traf es Chakuza, dessen Spendenbereitschaft sich seit Wochen konsequent im negativen Bereich bewegte.
Monate ohne Zahlungseingang?
Kein Problem, dafür gibt es schließlich die RIP-Brüder.
Tagsüber wurde geplant, nachts vollzogen, ganz wie man es von seriösen Organisationen erwartet.
Das einzige kleine Detail: Wo steht eigentlich die Flotte?
Da Chakuza diese Information leider nicht freiwillig preisgab, wurde die einzig logische Lösung gewählt:
Wir schauen hinter jeden Mond.
Und wenn wir schon da sind, kann man ihn auch gleich sprengen.
Kurzfassung: Alle Monde mussten geprüft, genehmigt und anschließend vernichtet werden.
Gegen 2 Uhr nachts starteten die Sondereinheiten.
Einschläge waren für 5–6 Uhr morgens geplant – die Monde lagen etwas verstreut, vermutlich aus Angst.
Genug Zeit für ein Nickerchen, einen Kaffee und das obligatorische „Das wird lustig“.
Gegen 5 Uhr begann die erste Mondsprengung, leider noch ohne Flottensichtung.
Doch kurz darauf kam die erlösende Meldung von RIP-Bruder Bugsbunny:
„Flotte gefunden.
Nun begann der wahre Endgegner des Einsatzes:
Das Warten und Klicken.
Wann würde Chakuza es merken?
Wann würde er panisch die Flotte zurückziehen?
Und wie oft kann man auf „Aktualisieren“ klicken, bevor der Verstand aussetzt?
Ein verpasster Moment hätte bedeutet: Flotte weg, RIPs traurig, Finanzamt unzufrieden.
Doch dank eiserner Nerven wurde der Rückzug erkannt und die Rückkehrzeit präzise berechnet.
Berechneter Zeitpunkt: kurz vor 23 Uhr, ± 2–3 Sekunden, inklusive menschlichem Zittern.
Das Ergebnis war eindeutig:
Flotte zerstört, Trümmer gesichert, Konto ausgeglichen.
Währenddessen bildete Kommandant Mynos mit stoischer Ruhe die Nachhut.
Er sammelte alles ein, was explodiert war, noch explodieren wollte oder versehentlich liegen geblieben war.
Überschüssige Ressourcen wurden fachgerecht eingepackt, beschlagnahmt und dem „Forschungsbudget“ zugeführt.
Wir bedanken uns bei Chakuza für die äußerst großzügige, wenn auch unfreiwillige Spende.
Der Flottenwiederaufbau wird ausdrücklich empfohlen.
Pünktliche Zahlungen verhindern zukünftige Mondpfändungen.
(Text by Bolti)
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